Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

08.09.2016

Patienten- und Pflegebeauftragter Hermann Imhof: Pflegende Angehörige brauchen unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung

Heute lädt der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Hermann Imhof MdL, zum Bayerischen Tag der pflegenden Angehörigen in den Bayerischen Landtag ein.

Über 70% der anerkannt Pflegebedürftigen werden zuhause betreut durch Angehörige, ambulante Pflegedienste oder eine Kombination beider Versorgungsarten. Sie erst ermöglichen es, dass dem Willen der meisten Pflegebedürftigen, so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung leben zu können, auch tatsächlich entsprochen wird.

„Ich will mit diesem Tag, der in Bayern zum ersten Mal stattfindet, zum einen die hervorragende Leistung der pflegenden Angehörigen würdigen", erklärt Imhof seine Motivation.

Darüber hinaus möchte Imhof das Potenzial der pflegenden Angehörigen stärken. Viele pflegende Angehörige wenden sich an seine Geschäftsstelle. Heute gibt er ihnen die Möglichkeit, öffentlich ihre Anliegen und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen zu können.

Imhof weiß, dass pflegende Angehörige psychisch und körperlich  stark belastet sind. Mit dem Pflegestärkungsgesetz I wurden seit 1.1.2015 Unterstützungsangebote, wie Kurzzeit- und Verhinderungspflege, verbessert. „Gerade beim Thema Kurzzeitpflege gibt es jedoch noch einige Probleme“ so Imhof. „ Pflegende Angehörige können ihren Anspruch auf diese Entlastungsangebote nicht verwirklichen. Hier muss nachjustiert werden, um eine tatsächliche Entlastung sicherzustellen.“

Handlungsbedarf sieht er auch bei den sog. Pflegekursen. Die Pflegekassen haben für Personen, die einen Angehörigen pflegen oder sich ehrenamtlich um Pflegebedürftige kümmern, unentgeltlich Schulungskurse durchzuführen. Diese Pflegekurse werden von pflegenden Angehörigen jedoch zu selten angenommen. „Ich halte Pflegekurse für wichtig. Sie bieten pflegenden Angehörigen Sicherheit im Umgang mit der Pflegesituation. Ich möchte die tatsächlichen Gründe herausfinden, warum sie nicht besser in Anspruch genommen werden“ erklärt Imhof.