Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Frage des Monats

Alle Antworten des Patienten- und Pflegebeauftragten

Zeitlicher Abstand zwischen Aufklärung und Operation

Herr Z. fragt:
Bei mir steht eine planbare Operation an, die ich aufgrund von persönlichen Bedenken nach der Aufklärung durch den Operateur noch einmal um mehr als ein halbes Jahr verschoben habe. Jetzt habe ich mich aber entschlossen, die Operation durchführen zu lassen. Allerdings ist die Aufklärung zu der Operation nun schon einige Zeit her und ich kann mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Muss der Operateur mich erneut aufklären?

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Kostenübernahme für eine Haushaltshilfe

Frau S. fragt:
Mein erwachsener Sohn ist nach einem Unfall im Krankenhaus. Er soll nächste Woche entlassen werden, obwohl er noch nicht alleine zurechtkommt. Da er kaum laufen kann, kann er sich nicht selbst versorgen.  Er lebt allein und zu weit entfernt von mir, als dass ich mich um ihn kümmern könnte. Eine vorübergehende Unterstützung durch eine Haushaltshilfe wäre sehr hilfreich. Soviel ich weiß, hat man auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse aber nur einen Anspruch, wenn ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt. Welche Möglichkeiten hat mein Sohn, als Single?
 

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Wie und für was kann der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI in Anspruch genommen werden

Herr H. fragt:
Meine Frau hat den Pflegegrad 1. Wir wissen, dass für meine Frau daraus ein Anspruch auf den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro resultiert. Auf Nachfrage hat die Pflegekasse meiner Frau erklärt, dass der Betrag nicht einfach ausbezahlt wird. Uns ist unklar, wie wir diesen Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen können.
 

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Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs

Frau W. fragt:
Ich brauche aufgrund meiner Erkrankung eine langfristige Therapie mit Krankengymnastik. Ich finde es sehr lästig, dass ich die Verordnung immer neu ausstellen lassen muss. Nun habe ich gelesen, dass es ab 1. Januar 2017 ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für langfristigen Heilmittelbedarf gibt. Kann ich das in Anspruch nehmen?

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Stromkostenübernahme der Krankenkasse für elektrisch betriebene Hilfsmittel

Herr F. Fragt:
Mein Vater ist nach einem Schlaganfall auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen, der ihm auch von der Krankenkasse genehmigt wurde. Der Rollstuhl hat einen Akkumulator und dieser muss regelmäßig aufgeladen werden. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Stromkosten haben wir bisher selbst getragen. Jetzt habe ich gelesen, dass die Krankenkassen auch die Stromkosten für elektrisch betriebene Hilfsmittel übernehmen müssen. Ist das richtig und wie müssen wir vorgehen?
 

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Richtig pflegen - Pflegekurse für Angehörige

Herr G. fragt:
Mein Vater ist seit 2 Jahren pflegebedürftig. Aufgrund seines hohen Alters und des schlechten Gesundheitszustandes wird seine Pflege immer anspruchsvoller. Seit einem halben Jahr kümmere ich mich um ihn. Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt mich dabei. Von Beruf bin ich Softwareentwickler. Mit Pflege kenne ich mich nicht aus. Deswegen habe ich oft Angst, etwas falsch zu machen. Wer hilft mir zu lernen, wie man richtig pflegt?

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Abgelaufene Arzneien richtig entsorgen

Frau Z. fragt:
Aufgrund verschiedener Krankheiten bin ich täglich auf mehrere Medikamente angewiesen. Meinem Mann geht es ähnlich. In unserem Haushalt hat sich ein großer Arzneimittelvorrat angesammelt. Letztes Wochenende ist mir aufgefallen, dass ein Teil unserer Medikamente bereits abgelaufen ist. Ich möchte hier für Ordnung sorgen. Deshalb bitte ich um Beantwortung der Frage: Wie entsorge ich abgelaufene Arzneien richtig?

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Ablehnung einer Anschlussrehabilitation (AHB)

Herr H. fragt:
Nach einer schweren Operation mit längerem Krankenhausaufenthalt hielt mein behandelnder Arzt eine Rehabilitation im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt für angebracht. Der entsprechende Antrag ist jedoch von meiner Krankenkasse abgelehnt worden. Nach Widerspruch gegen diesen Bescheid erhielt ich eine erneute Ablehnung mit Hinweis auf die Bewertung meines Falles durch den Medizinischen Dienst. Ich fühle mich wirklich immer noch kraftlos. Was kann ich tun, um doch noch zu dieser Rehabilitationsmaßnahme zu kommen?
 

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Wie funktioniert die neue Pflegebegutachtung?

Frau D fragt:
Mein Vater ist 83 Jahre alt und wird von Tag zu Tag gebrechlicher. Ich denke, es ist an der Zeit für ihn einen Pflegegrad zu beantragen. In der Zeitung habe ich gelesen, dass es ab 1. Januar 2017 ein neues Begutachtungsverfahren zur Einstufung in einen Pflegegrad gibt. Können Sie mir erklären, wie die neue Begutachtung funktioniert?
 

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Disease-Management-Programme (DMP)

Herr W fragt:
Bei mir wurde Diabetes Mellitus Typ II festgestellt. Mein behandelnder Arzt hat mir geraten, an einem Disease Management Programm teilzunehmen. Darunter kann ich mir aber gar nichts vorstellen. Außerdem befürchte ich, dass dadurch zusätzliche Kosten auf mich zukommen.
 

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Die neuen Pflegegrade ab 1. Januar 2017

Frau M fragt:
Ich habe schon seit einiger Zeit die Pflegestufe I und nehme einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch. Eine eingeschränkte Alterskompetenz liegt bei mir nicht vor. Derzeit hört man viel  darüber, dass es ab 2017 keine Pflegestufen mehr gibt, sondern Pflegegrade. Ich bin unsicher, was sich dadurch ändert. Muss ich einen neuen Antrag stellen oder mich noch einmal begutachten lassen? Habe ich in Pflegestufe I durch die neuen Regelungen finanzielle Nachteile?

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Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse für Hörgeräte

Herr W fragt:
Mein HNO-Arzt hat bei mir eine mittelgradige Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr festgestellt und ein Hörgerät für das betroffene Ohr verordnet. Ich bin gesetzlich versichert und möchte gerne wissen, welche Kosten auf mich zukommen können. Von Bekannten habe ich gehört, dass das teuer werden kann.

 

 

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Wer bietet Beratung zur Pflege an?

Herr M. fragt:
Meine Mutter ist kürzlich gestürzt und dadurch wahrscheinlich zum Pflegefall geworden. Ich würde mich gerne beraten lassen, wie wir nun weiter vorgehen müssen. Wer kann mich kompetent und umfassend beraten, was wir nun veranlassen müssen und welche Leistungen aus der Pflegeversicherung meiner Mutter zustehen?

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Fahrkostenübernahme bei ambulanter Behandlung

Herr W. fragt:
Meine Frau muss sich nach einer Krebsoperation ambulant einer Chemo- und Strahlentherapie unterziehen. Wir wohnen ziemlich weit entfernt von der behandelnden Klinik und es gibt leider auch in der näheren Umgebung keine Klinik, die die Behandlung durchführen kann. Übernimmt die Krankenkasse die Fahrkosten für ein Taxi?
 

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Qualitätsprüfung von ambulanten Pflegediensten

Herr W. fragt:
Mein Vater hat seit kurzem die Pflegestufe 1. Wir kümmern uns gerne um ihn. Da wir aber noch berufstätig sind, möchten wir einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen. Da das Angebot an ambulanten Pflegediensten sehr groß ist, ist es für uns schwierig einen wirklich guten herauszufinden. Werden  ambulante Pflegedienste überprüft und wo kann man diese Ergebnisse nachlesen?

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Wahlleistungsvereinbarung im Krankenhaus

Frau A fragt:
Ich muss demnächst stationär im Krankenhaus behandelt werden. Da ich nicht im Mehrbettzimmer liegen mag, habe ich schon vor langer Zeit für solche Fälle eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. Wenn ich mich richtig erinnere, schließt die Zusatzversicherung auch die Chefarztbehandlung ein. Diese Zusatzleistungen möchte ich jetzt unbedingt in Anspruch nehmen. Was muss ich tun, damit ich diese Leistungen auch wirklich bekomme und worauf muss ich achten?

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Erwerb von Rentenansprüchen aufgrund Pflege von Angehörigen

Herr H. fragt:
Ich bin berufstätig und pflege meine Mutter. Sie hat die Pflegestufe II. Ich mache das gerne für meine Mutter und außerdem möchte ich sie auch nicht fremden Pflegepersonen anvertrauen. Wegen der Pflege meiner Mutter habe ich meine Berufstätigkeit reduziert und habe mir schon Sorgen gemacht, dass ich später wegen der Pflege meiner Mutter weniger Rente bekomme.  Nun habe ich gehört, dass die Pflegekassen für pflegende Angehörige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung entrichten. Ist das richtig?

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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach stationärer Krankenhausbehandlung

Frau F. fragt:
Ich muss in einer Woche ins Krankenhaus und mich einer Fußoperation unterziehen. Der behandelnde Orthopäde hat mir bereits gesagt, dass ich danach eine Weile nicht arbeiten kann, weil ich den Fuß nicht belasten darf. Ich bin im Verkauf tätig und muss dabei zwangsläufig viel stehen. Sorgen mache ich mir, weil ich gehört habe, dass Krankenhäuser keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen und auch keine Medikamente verordnen dürfen. Ich kann aber nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nicht zum Arzt gehen, weil ich nicht laufen kann. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage bei meinem Arbeitgeber brauche ich unbedingt, zudem werde ich Schmerzmittel brauchen.

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Leistungen der Pflegeversicherung für Tages- und Nachtpflege

Frau S. fragt:
Ich pflege meinen demenzkranken Vater. Er hat jetzt die Pflegestufe I bekommen. Da ich berufstätig bin wechsle ich mich bei der Betreuung mit meinem Bruder ab. Das ist für uns beide nicht einfach zu organisieren und wir bräuchten dringend Entlastung. Deshalb kam uns der Gedanke, zumindest zeitweise ein Angebot der Tagespflege zu nutzen. Ich habe aber Bedenken wegen der dann anfallenden Kosten. Müssen wir diese selbst tragen oder beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten und wer kann uns dazu beraten?

 

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Wunsch- und Wahlrecht für Patienten bei Reha-Einrichtungen

Frau L. fragt:

Nach einem Skiunfall musste ich mehrere Wochen in einer Spezialklinik verbringen. Nun steht eine Anschlussrehabilitation an. Zufällig befindet sich eine auf meine Indikationen ausgelegte Reha-Einrichtung in der Nähe meines Wohnortes. Ich hatte bei meiner Krankenkasse beantragt, die Reha dort durchführen zu lassen. Diese lehnte jedoch ab, mit der Begründung dass mit der von ihr vorgeschlagenen Einrichtung ein Vertrag bestünde. Diese Einrichtung ist jedoch von meinem Wohnort sehr weit entfernt.

Ich habe zwei kleine Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren, die mich in der Zeit meines Klinikaufenthaltes sehr vermisst haben, weil sie mich wegen der Entfernung nur einmal besuchen konnten. Erschwerend kommt hinzu, dass wir keine Oma haben und die Betreuung abwechselnd von Bekannten übernommen wird, sodass sie tagsüber keine feste Bezugsperson haben. Käme ich in die wohnortnahe Einrichtung, so könnten sie mich regelmäßig besuchen.

Neulich habe ich gelesen, dass die Krankenkassen dem Wunsch von Patienten nach einer bestimmten Reha-Einrichtung stattgeben müssen. Ist das richtig und wenn ja, wie kann ich das durchsetzen?

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Berücksichtigung von Demenz in den neuen Pflegegraden

Frau S. fragt:

Meine 83jährige Mutter wohnt bei uns im Haus und ich betreue sie. Körperlich ist sie für ihr Alter noch in ganz guter Verfassung. Allerdings leidet sie an Demenz. Vom MDK ist ihr die Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz bescheinigt worden. Dem Betreuungsaufwand wird diese Einstufung allerdings nicht gerecht. Die Demenz meiner Mutter erschwert die Betreuung ungemein. Sie besteht z. B. darauf, sich selbst zu waschen und anzuziehen, was sie theoretisch auch könnte, und wehrt sich gegen meine Hilfe, auch mal handgreiflich. Dann aber vergisst sie es.

In der Presse wurde neulich über Verbesserungen bei der Pflegeeinstufung berichtet, insbesondere, dass die neuen Regeln der schwierigen Betreuung und Pflege von Demenzkranken Rechnung tragen sollen. Bitte informieren Sie mich, ob und inwieweit auch mir bzw. meiner Mutter die Verbesserungen zu gute kommen und ob ich ggf. etwas beantragen muss.

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Vertreterregelung für Ärzte

Herr A. fragt:

Kurz vor Weihnachten musste ich mich einer Augenoperation unterziehen. Die Nachsorge sollte in der Praxis meines Augenarztes stattfinden. Das kam mir entgegen, da die Augenklinik relativ weit entfernt ist. Nun ist ja damit zu rechnen, dass zwischen den Feiertagen auch viele Arztpraxen geschlossen haben, so auch die meines Augenarztes. Ich habe mich jedoch auf die, wie ich dachte vorgeschriebene, Vertreterregelung verlassen. Deswegen war ich erstaunt und auch verärgert, dass es lediglich einen Hinweis auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst gab. Nur mit dessen Hilfe gelang es mir, von einer anderen Augenarztpraxis versorgt zu werden, die im Übrigen fast genau so weit entfernt war wie die Augenklinik. Können Sie mich aufklären über die Regeln für Urlaubsvertretung von Ärzten?

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Beschwerden über Pflegeheime

Frau D. fragt:

Schweren Herzens habe ich meine Mutter in ein Pflegeheim geben müssen. Sie dürfen mir glauben, dass mein Mann und ich uns die Suche nach einem Heim nicht leicht gemacht haben, um für meine Mutter eines zu finden, in dem sie sich den Umständen entsprechend so wohl wie möglich fühlen kann. Nun musste ich alsbald feststellen, dass eine große Diskrepanz besteht, zwischen dem damaligen „Vorführtermin“ und der Realität. Meine Mutter klagte, dass das Essen unregelmäßig ausgegeben würde und oft bereits kalt sei. Körperpflegemaßnahmen würden manchmal entfallen. Ich selbst habe auch festgestellt, dass die Hygiene in den sanitären Einrichtungen sehr zu wünschen übrig lässt. Die Pflegekräfte, darauf angesprochen, spielten meine Vorwürfe herunter und es hat sich nichts Wesentliches geändert. Wo kann ich mich sonst noch beschweren, um eine Verbesserung zu erreichen?

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Anspruch auf Laborunterlagen

Herr W. fragt:

Mein Arzt hat Blutproben von mir an ein Labor gesandt zur Bestimmung mehrerer Faktoren. Als privat Versicherter habe ich von dem Labor inzwischen eine Rechnung erhalten. Daraufhin wandte ich mich schriftlich an das Labor und bat, mir die Unterlagen zu den in der Rechnung aufgeführten Leistungen zukommen zu lassen. Das Labor verweigerte mir dies und verwies mich an den behandelnden Arzt. Habe ich nicht ein Recht auf meine Unterlagen?

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Erhöhung der Heimkosten

Herr F. fragt:

Meine Mutter haben wir zu Hause gepflegt bis sie Pflegestufe II zuerkannt bekam. Nun ist sie
– seit einem halben Jahr - in einem Pflegeheim untergebracht. Nach so kurzer Zeit flattert uns jetzt bereits die erste Ankündigung über eine Kostenerhöhung ins Haus. Da sie ihre Unterbringung zum Teil selbst finanziert, fürchtet sie, alsbald an ihre Grenzen zu kommen. Gibt es eine Einrichtung, welche die Entgeltsteigerungen der Heime kontrolliert und ggf. deckelt?

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Rezeptausstellung in einer Gemeinschaftspraxis

Herr D. fragt:

Ich leide unter einer Hauterkrankung, deren Besserung nur zäh voranschreitet. Mein Dermatologe hat mir bei meinem letzten Besuch in der Praxis darum ein neues Arzneimittel verordnet, das besser angeschlagen hat. Leider war dies in meinem Fall seine letzte Handlung als Arzt. Er ist inzwischen aus Altersgründen aus der Praxis ausgeschieden. Ich habe nun in der Praxis - es handelt sich um eine Gemeinschaftspraxis - angerufen und um Zusendung eines Rezeptes für das neue Arzneimittel gebeten. Dort hieß es, das wäre nicht möglich und ich müsste persönlich dort vorstellig werden. Für mich wäre das sehr umständlich. Außerdem liegen meine Patientendaten dort doch vor. Bin ich wirklich gezwungen wegen eines Wiederholungsrezeptes die Sprechstunde aufzusuchen?

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Verhinderung der Pflegeperson

Frau M. fragt:

Seit drei Jahren pflege ich meinen Ehemann, Pflegestufe 2, zu Hause. Ich bin selbst gesundheitlich nicht in bester Verfassung, sodass mir die letzten drei Jahre körperlich und psychisch sehr zugesetzt haben. Nun ist mir eine Kur bewilligt worden, d. h. ich bin für drei bis vier Wochen abwesend. Meine Tochter könnte höchstens für zwei Wochen die Pflege übernehmen, für die restliche Zeit müsste ich meinen Mann einem Pflegedienst anvertrauen. Muss ich den Pflegedienst selbst bezahlen oder springt in solchen Fällen die Pflegekasse ein?

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Zulassung und Überprüfung homöopathischer Arzneimittel

Frau B. fragt:

Meiner Mutter ist bei einem Kuraufenthalt in einer Einrichtung, die im Wesentlichen mit homöopathischen Heilmitteln arbeitet, eine Arznei verordnet worden, die in der Apotheke nicht erhältlich war. Es hieß, für diese Arznei gäbe es keine Zulassung mehr. Der Arzt wies dann darauf hin, dass eine andere Apotheke darauf eingerichtet sei, diese Arznei herzustellen. Soweit ich weiß, dürfen Arzneien ohne Zulassung nicht vertrieben werden. Gibt es im vorliegenden Fall oder grundsätzlich bei homöopathischen Arzneimitteln andere Regelungen?

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Freistellungsanspruch zur Pflegeorganisation

Frau B. fragt:

Mein Schwager hat neulich einen Schlaganfall erlitten und wird bis auf weiteres zu Hause auf eine Betreuung angewiesen sein. Vor seiner Entlassung aus dem Krankenhaus muss für die neue Situation alles Mögliche organisiert werden. Diese Aufgabe könnte am ehesten ich übernehmen, da meine Schwester Inhaberin eines Geschäftes ist und so kurzfristig keine Vertretung einstellen kann. Ich habe gehört, dass für solche Aufgaben seit Neuestem ein Anspruch auf zusätzlichen Urlaub besteht. Bitte geben Sie mir Auskunft über die Einzelheiten, z. B. den genauen Zeitrahmen und vor allem, ob das auch mir als Verwandte zweiten Grades zustünde.

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Fahrkostenerstattung wegen nachstationärem Behandlungstermin

Herr Z. fragt:

Meine Frau hat sich einer Operation im Krankenhaus unterziehen müssen. Drei Wochen nach der Entlassung hatte sie dort einen Termin zu einer Nachuntersuchung. Aufgrund des noch instabilen Zustands meiner Frau und weil wir hier auf dem Land fernab von einer guten öffentlichen Verkehrsanbindung leben, hatte ich für die Fahrt in das 20 km entfernt liegende Krankenhaus ein Taxi bestellt. Nach dem Untersuchungstermin fragte ich bei der Krankenkasse nach, ob die Fahrkosten erstattet würden. Dort hieß es, dass die Frist für eine nachstationäre Behandlung von 14 Tagen bereits überschritten worden sei und deshalb keine Erstattung erfolgen könne.

Ich bin sehr verwundert, dass die Fahrkosten, die doch im Zusammenhang mit einer notwendigen und vom Arzt terminlich festgelegten Untersuchung stehen, nicht übernommen werden. Habe ich eine richtige Auskunft bekommen?

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Voraussetzung für Verabreichung von Psychopharmaka im Pflegeheim

Frau H. fragt:

Meine Oma, die an Alzheimer leidet, wurde bisher von ihrem Ehemann gepflegt. Nun ist dieser verstorben, sodass mir leider nichts anderes übrig blieb, als sie in einem Pflegeheim unterzubringen. Seitdem verhält sie sich völlig teilnahmslos. Das kann natürlich durch die fremde Umgebung und die fremden Menschen ausgelöst worden sein. Ich habe jedoch den Verdacht, dass Bewohnern mit Demenz, die ja nicht einfach zu beaufsichtigen und anstrengend sind, Psychopharmaka verabreicht werden. Was kann ich tun, um meine Oma vor einem medizinisch wahrscheinlich nicht notwendigen Medikament zu schützen und ihr eine weitgehende Teilnahme am (Heim-) Leben zu ermöglichen?

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Urlaub während Krankengeldbezug

Frau K fragt:

Wegen eines komplizierten Bruchs im rechten Arm bin ich bereits seit 8 Wochen krankgeschrieben. Die letzte Untersuchung beim Arzt ergab, dass ich noch zwei weitere Wochen arbeitsunfähig sein werde. Die letzte Woche würde dann aber gerade in den schon letztes Jahr gebuchten Urlaub fallen. Mein Mann und ich wollen für eine Woche nach Mallorca zur Mandelblüte. Von Seiten meines Arztes spräche aus medizinischen Gründen nichts dagegen. Schließlich ist der Aufenthalt mit keinen großen körperlichen Anstrengungen und keinen Belastungen für den Arm verbunden. Da ich jedoch inzwischen von meiner Krankenkasse Krankengeld beziehe, frage ich an, ob dieser Anspruch entfällt, wenn ich verreise.

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Voraussetzungen für Pflegestufe

Frau M. fragt:

Meine Schwiegermutter wohnt bei meiner Familie mit im Haus. Inzwischen kommt sie nicht mehr alleine zurecht und bedarf der Hilfe im Alltag. Wir denken daran, sie einen Antrag auf Einstufung in eine Pflegestufe stellen zu lassen. Ich habe aber gehört, dass Genehmigungen sehr restriktiv gehandhabt und Anträge deshalb oft abgelehnt werden. Welche Voraussetzungen müssen für eine Genehmigung erfüllt sein und worauf ist zu achten?

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Bestimmungsmöglichkeiten eines Betreuers über ärztliche Behandlung

Frau P. fragt:

Meine Mutter ist seit ein paar Jahren in einem Alten- und Pflegeheim untergebracht. Sie ist fast taub und in ihrer Mobilität eingeschränkt. Beim letzten Arztbesuch hat ihr der Arzt nahegelegt, ein neues Hüftgelenk einsetzen zu lassen. Als Betreuerin meiner Mutter würde ich dieser Maßnahme sofort zustimmen, um ihr langfristig größere Unannehmlichkeiten zu ersparen. Meine Mutter weigert sich jedoch. Sie ist der Ansicht, dass es so etwas für sie „nicht mehr braucht“.
Kann ich als Betreuerin zu ihrem Wohl die empfohlene Behandlung durchsetzen?

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Terminvergabe bei Fachärzten

Herr B. fragt:

Bei meinem letzten Hausarztbesuch empfahl mir dieser, einmal bei einem Urologen vorstellig zu werden. Mein Anruf dort wegen Terminvereinbarung bestätigte meine Befürchtungen hinsichtlich Wartezeiten und der Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten. Die erste Frage lautete „gesetzlich oder privat versichert?“ Nachdem ich mich als gesetzlich Versicherter „geoutet“ hatte, wurde mir ein Termin in vier Monaten angeboten.

Ich fürchte, dass die Verbesserungen betreffend Terminvergabe, welche die Bundesregierung plant, vorher noch nicht gültig sein werden. Deshalb frage ich Sie, ob ich als gesetzlich versicherter Patient nach jetzigem Stand nicht auch Anspruch auf einen zeitnahen Termin habe bzw. unter welchen Bedingungen ich einen solchen erhalten könnte.

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Verpflichtung stationärer Pflegeeinrichtungen zur Sicherstellung von Arztterminen

Frau H. fragt:

Mein Vater lebt seit einem halben Jahr in einem Senioren- und Pflegeheim. Er muss halbjährlich einen Augenarzt aufsuchen. Er ist noch einigermaßen rüstig und kann in Begleitung den Augenarzt selbst aufsuchen. Bei meinem letzten Besuch musste ich feststellen, dass der letzte Augenarzttermin ausgefallen war, da sich im Heim niemand darum gekümmert hatte. Ich bin davon ausgegangen, dass dies zu den Pflichten des Heims gehört. Vor Umzug meines Vaters in das Heim haben mein Sohn und ich die Begleitung abwechselnd übernommen. Nun ist mein Sohn aber weggezogen und ich kann dies nicht jedes Mal übernehmen. Wie werden dann notwendige Arzttermine sichergestellt?

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Rabattverträge für Arzneimittel

Herr L. fragt:

Neulich wurde ich in meiner Apotheke wieder einmal mit einem neuen Medikament „überrascht“. Der Apotheker erklärte mir, das hinge mit den neuen Rabattverträgen zusammen, die meine Krankenkasse geschlossen hätte. Ich empfinde es als Zumutung, ständig das Medikament wechseln zu müssen. Wer sagt mir, dass ich dies vertrage? Gibt es eine Möglichkeit, weiterhin mein gewohntes Medikament zu erhalten?

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Preise für Zimmerkategorien in Pflegeeinrichtungen

Frau Z. fragt:

Meine Mutter ist seit Kurzem in einem Alten- und Pflegeheim untergebracht, das verschiedene Zimmerkategorien anzubieten hat: kleinere und größere Einzelzimmer sowie Doppelzimmer. Meine Mutter musste, da nichts anderes frei war, das größere Einzelzimmer wählen. Dies ist teurer als das kleinere Einzelzimmer, kostet aber genau so viel wie ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung, das noch größer ist. Meine Mutter und ich finden, dass auch zwischen großem Einzelzimmer und Doppelzimmer ein Unterschied im Preis gemacht werden müsste. Gibt es eine Vorschrift aufgrund derer wir eine Preissenkung für das Zimmer meiner Mutter beanspruchen können?

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Grundsätzlich vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschlossene Behandlungen - Bedingungen für eine ausnahmsweise Kostenübernahme

Herr G. fragt:

Wegen meines Prostatakarzinoms empfiehlt mein Arzt eine Protonentherapie.Er erklärte mir aber, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür teilweise gar nicht und wenn, dann nur unter bestimmten Bedingen übernehmen würden. Welche Bedingungen sind das?

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Rechte für Heimbewohner mit resistentem Keim

Herr L. fragt:

Mein Vater, der in einem Pflegeheim lebt, musste sich einer Behandlung in einem Krankenhaus unterziehen. Dort wurde festgestellt, dass er sich mit einem resistenten Keim (MRSA) infiziert hat. Nachdem das Krankenhaus dem Heim dies kurz vor der Entlassung mitgeteilt hatte, weigerte sich das Heim, meinen Vater wieder aufzunehmen mit der Begründung, dass kein Einzelzimmer frei sei. Mein Vater war in einem Doppelzimmer untergebracht. Muss das Heim nicht auch für solche Fälle vorsorgen?

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Heilpraktiker und Vertragsärzte mit Zusatzausbildung

Frau L. fragt:

In meinem Bekanntenkreis gehen viele zu einem Heilpraktiker, der sehr gelobt wird, vor allem wegen seiner ganzheitlichen Betrachtungsweise. Da ich seit Jahren lediglich Symptome bekämpfe, die mehr oder weniger niedergehalten werden, würde ich auch gern einmal zu diesem Heilpraktiker gehen. Meines Wissens werden Kosten für Heilpraktiker von den gesetzlichen Krankenkassen aber nicht übernommen. Oder gibt es auch Ärzte der Schulmedizin, die zumindest eine ähnliche Herangehensweise haben?

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Kostenerstattung für Reparatur von technischen Pflegehilfsmitteln und anderen Maßnahmen

Frau S. fragt:

Mein Ehemann ist pflegebedürftig und nicht gehfähig. Ihm wurden beide Beine amputiert. Von der Pflegeversicherung ist aufgrunddessen ein Zuschuss für einenTreppenlift gewährt worden. Nun ist der Lift defekt. Habe ich auch Anspruch auf - zumindest teilweise - Erstattung der Reparaturkosten durch diePflegeversicherung?

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Krankenversicherung bei längerem Auslandsaufenthalt

Frau M. fragt:

Meine Tochter ist in Italien verheiratet. Da ich seit kurzem Rentnerin bin, beabsichtige ich, den neuen Status zu nutzen und meine Tochter, die vor einem Monat ihr drittes Kind bekommen hat, für 3 – 4 Monate zu besuchen. Da ich eine chronische Erkrankung habe, werde ich in dieser Zeit dort jedoch einen Arzt konsultieren müssen u. a. auch, weil ich bestimmte Medikamente brauche. Muss ich für den Zeitraum meines Aufenthalts in Italien als gesetzlich Versicherte zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen?

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