Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit und Pflege

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

27.01.2017

Patienten- und Pflegebeauftragter Imhof wirbt für den Ausbau von Kurzzeitpflegeplätzen

Der Patienten- und Pflegbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Hermann Imhof MdL, appelliert an die Träger der Pflegeeinrichtungen, das Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen zu erhöhen.

Imhof reagiert damit auf die unzähligen Beschwerden pflegender Angehöriger, die ihn erreichen. „Das Angebot deckt bei weitem nicht die Nachfrage. Kurzzeitpflegeplätze sind Mangelware sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum“ stellt Imhof fest.

Rund 75% aller Pflegebedürftigen in Bayern werden zuhause gepflegt. Um pflegende Angehörige zu entlasten hat das Pflegestärkungsgesetz I die Möglichkeiten, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen, ausgebaut und untereinander besser kombinierbar gemacht.

Imhof moniert: „Fehlende Kapazitäten an Pflegeplätzen lassen letztendlich die vom Gesetzgeber vorgesehenen Entlastungsmöglichkeiten ins Leere laufen.“ Laut Imhof wird es für pflegende Angehörige immer schwieriger, kurzfristig einen Pflegeplatz zu bekommen um eine Krisensituation in der häuslichen Pflege zu bewältigen oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Extreme Probleme haben berufstätige pflegende Angehörige, die entsprechend ihrer eigenen Urlaubsplanung eine frühzeitige Zusage für einen Kurzzeitpflegeplatz benötigen.

Neben den Trägern sensibilisiert er auch die Kommunen und Landkreise und bittet sie, dem Mangel entgegenzuwirken.

„Das Pflegesystem würde ohne pflegende Angehörige zusammenbrechen. Ich setze mich dafür ein, dass sie wenigstens die ihnen gesetzlich zustehenden Möglichkeiten in Anspruch nehmen können“ so Imhof.

Imhof hatte im September 2016 zum „Bayerischen Tag der pflegenden Angehörigen“ geladen. Rund 250 Personen waren der Einladung gefolgt und hatten bereits damals dieses Problem in all seinen Facetten anschaulich beklagt.